08.06 Kausative Verben

08.06 Kausative Verben

Das Wort kausativ leitet sich vom lateinischen causa (Grund) ab. Ein kausatives Verb (auch Bewirkungsverb, Kausativ, Kausativum, Veranlassungswort) drückt aus, dass das Subjekt (Kausator) einen Vorgang – in der Regel eine Zustandsveränderung – verursacht oder veranlasst. Dabei wird das Akkusativobjekt (Patiens) in den Vorgang involviert:

Der Mann bringt die Frau zum Lachen.

In diesem Beispiel ist der Mann das Subjekt bzw. der Kausator und die Frau entspricht dem Akkusativobjekt bzw. dem Patiens. Die thailändische Bezeichnung für kausatives Verb ist คำกริยาการีต /Kam ‚gri-ja: ga:-ˆri:t/.

Um Kausativsätze wie im oben angeführten Beispiel zu bilden, stehen im Thai drei kausative Verben zur Verfügung: ทำ /Tam/, ให้ /ˆhai/ und die Kombination ทำให้ /Tam ˆhai/. Kausativsätze weisen das folgende Bildungsmuster auf: |NP1 (Kausator) + kausatives Verb + NP2 (Patiens) + VP|.

Die erste Nominalphrase (NP1) bildet das Subjekt des Satzes. Die zweite (NP2) erfüllt zwei Funktionen. Zum einen ist sie das Akkusativobjekt des kausativen Verbs und zum anderen das Subjekt der folgenden Verbalphrase (VP). Ob bei der Bildung von Kausativsätzen nach obigem Muster ทำ, ให้ oder ทำให้ zu wählen ist, hängt von drei Faktoren ab: den Eigenschaften des Kausators, den Eigenschaften des Patiens und dem Grad der Intention.