03.0 Besonderheiten des Thai
Die thailändische Sprache weist im Hinblick auf ihre phonologische Struktur, d. h. die in ihr vorkommenden lautlichen Einheiten und deren Anordnung, die Merkmale einer monosyllabischen Tonsprache auf. So ist der Großteil des nativen Wortschatzes einsilbig.
In lexikalischer Hinsicht, also was ihren Wortschatz betrifft, charakterisiert sie sich als eine Mischsprache. Die meisten mehrsilbigen Wörter sind Lehnprägungen und Entlehnungen aus verschiedenen Sprachen. Dazu zählen Pali, Sanskrit, Khmer, aber auch Arabisch, Persisch, Portugiesisch, Französisch und Kambodschanisch. Als wichtigste Gebersprache gilt in der Neuzeit das Englische.
Chinesen bilden die numerisch größte und wirtschaftlich einflussreichste ethnische Minderheit in Thailand. Der Einfluss des Chinesischen spiegelt sich in Verwandtschaftsbezeichnungen [05.1.7] wie z. B. เจ๊ /’dsche:/ (ältere Schwester) [A.2] wider. Inzwischen wird Chinesisch in vielen thailändischen Schulen als Lehrfach angeboten.
Für einen Deutsch-Muttersprachler gestaltet sich der Versuch, Thai zu lernen, wesentlich schwieriger als der, sich eine europäische Sprache wie Englisch, Französisch oder Spanisch anzueignen. Wer zum Beispiel beginnt Englisch zu lernen, bemerkt schnell, dass es zwischen dem Deutschen und dem Englischen viele Ähnlichkeiten gibt:
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house |
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Haus |
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hand |
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Hand |
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winter |
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summer |
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man |
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Mann |
finger |
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Finger |
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drink |
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trinken |
hair |
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Haar |
Im Gegensatz dazu findet man zwischen der deutschen und der thailändischen Sprache so gut wie gar keine Gemeinsamkeiten. Vielmehr gibt es eine ganze Anzahl von eklatanten Unterschieden im Sprachsystem zwischen den beiden Sprachen. Diese Unterschiede machen das Thai für einen Deutsch-Muttersprachler zu einer „schweren Sprache“.