08.04 Modalverben
Modalverben sind Wörter wie können, müssen, dürfen, mögen, wollen und sollen. Sie modifizieren den Inhalt eines zweiten Verbs (Hauptverb) dahingehend, dass sie beispielsweise ausdrücken, ob die Handlung erlaubt, möglich, gewollt, gefordert oder notwendig ist. Bei Modalverben kommt also keine Handlung, sondern nur die Modalität einer Handlung zum Ausdruck. Die thailändische Bezeichnung für Modalverb ist คำกริยาแสดงทัศนะ /Kam ‚gri-ja: ‚sa-dä:ng ’Tat-,sa-’na/ (wörtlich: Verb zeigen Meinung).
Eine besondere Eigenschaft der meisten Modalverben besteht darin, dass sie polysem sind, d. h. ein und dasselbe Modalverb kann – je nach Verwendung – unterschiedliche Bedeutungen aufweisen. In den folgenden Beispielen erscheint das Modalverb können in drei verschiedenen Bedeutungsvarianten.
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(1) |
Affen können auf zwei Beinen laufen. |
(Fähigkeit) |
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(2) |
Von mir aus kannst du jetzt gehen. |
(Erlaubnis) |
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(3) |
Man sagt, er sei noch da, er kann aber auch schon weg sein. |
(Vermutung) |
Modalverben können, je nach ihrer Bedeutungsvariante, in zwei Kategorien unterteilt werden, und zwar in objektive und subjektive Modalverben.