06.1.2 Klassifizierung durch Numeral-Klassifikatoren
Neben der bereits in [06.1.1] aufgeführten Funktion, Individualnomen durch Individualisierung zählbar zu machen, besteht eine weitere Aufgabe der N-KLF darin, Individualnomen zu klassifizieren. Die beiden Hauptkriterien der Klassifizierung sind Belebtheit und Unbelebtheit. Diese beiden Unterscheidungskriterien teilen sich weiterhin in viele verschiedene Unterklassen auf. Eine grobe graphische Darstellung der Unterscheidungskriterien gestaltet sich wie folgt:
Die meisten Unterscheidungskriterien für die Klassifizierung von Individualnomen stellen vorrangig charakteristische und vom äußeren Eindruck her wahrnehmbare Eigenschaften des zu klassifizierenden Objekts in den Vordergrund.
Bisweilen wird einem Individualnomen jedoch ein N-KLF zugewiesen, der für eine Kategorie steht, die dessen Eigenschaften nicht entspricht. So erhält das Individualnomen ฤษี /’rü-ˇsi:/ (Asket, Einsiedler, Eremit) den N-KLF ตน /ton/, der eigentlich für belebte Objekte verwendet wird, die nicht zur menschlichen Rasse gehören wie beispielsweise Dämonen, Geister, Phantome oder Vampire [06.1.2.1].